Samstag, 29. März 2014

So sweet! Baby-Jäckchen und Schnullerkette - free pattern!

Was für die Kleinsten zu nähen macht ja auch wirklich Spaß! Dieses Jäckchen ist ca. Größe 62, also für ca. 3 Monate altes Babys. Beides zusammen ist auch ein sehr süßes Geschenk.


Ganz frischgeschlüpften Babys ist es zu groß, allerdings ist es immer noch winzig (wahrscheinlich wird meine Tochter es irgendwann in der Hand halten und nicht glauben können, dass sie mal so mini war)!


Verwendet habe ich dafür einen tollen Sweatshirt-Stoff in Khaki und einen kleingemusterten Baumwollstoff ("Everyday Eden Mint") für den Saumstreifen. Beides gibt es im Smilla Berlin Shop online zu kaufen, neben vielen anderen tollen Stoffen. Der Sweat-Stoff lässt sich sehr gut verarbeiten, auch für Anfänger, weil er schön liegt und wenig elastisch ist. Man benötigt etwas weniger als einen halben Meter. Für den Saum reicht ggf. auch ein Stoffrest. Außerdem habe ich beziehbare Knöpfe von PRYM verwendet.

Und hier findet Ihr das Schnittmuster für das Jäckchen. Es sollte ca. Größe 62 sein, passt also ungefähr Babys mit 3 Monaten. Bitte beachten, dass das alles sehr unterschiedlich ausfallen kann. Stoffe bitte vorwaschen, da sie durch den Baumwollanteil eingehen können. Das Schnittmuster ist sehr einfach und auch für Anfänger geeignet, die Details mit dem Schrägstreifen und Knopfloch sind etwas aufwändiger (ggf. an einem Stoffrest vorher ausprobieren oder Streifen weglassen und Druckknöpfe verwenden).

Zunächst Schnittmuster ausschneiden, auflegen und mit den angegebenen Nahtzugaben (diese müsst Ihr noch zusätzlich hinzunehmen, sie sind nicht im Schnittmuster enthalten) zuschneiden. Wenn Ihr Schrägstreifen verwenden wollt, bitte die Nahtzugaben wie angegeben machen, falls Euch das zu aufwändig ist (es kostet schon zusätzlich Zeit), dann bitte entsprechend mehr für den Saum zugeben.


Danach habe ich den Schrägstreifen hergestellt. Dazu habe ich diese Anleitung für Schrägband verwendet, die sehr gut nachvollziehbar ist. Man bekommt aus einem Stoffquadrat von ca. 0,5 x 0,5 m ca. 5 m Schrägband! Der Vorteil von diesem Band ist, dass es elastisch ist und sich gut in die "Kurven" der Jacke legen lässt. Für das Jäckchen allein braucht Ihr viel weniger, es reicht also eigentlich auch ein kleinerer Stoffrest.



Ich habe aber mehr hergestellt, man kann es ja vielleicht nochmal woanders brauchen (z.B. für die Schnullerkette). Verwendet habe ich dazu den Schrägbandformer von PRYM (1,8 mm Breite). Man zieht den Stoffstreifen (3,6 mm breit) einfach durch und bügelt ihn und erhält dann ein Schrägband von 1,8 mm Breite.


Ich habe dann zunächst die Kanten eingefasst und erst dann die Teile der Jacke aneinandergenäht. Dabei ist die Naht vorne nicht sichtbar, wenn man den Streifen zunächst auf der vorderen Seite (in der Falte) festnäht, den Streifen über die Kante klappt und dann nochmal von vorn zwischen Stoff und Schrägstreifen (hinten steht mehr über) steppt.


Keine sichtbare Naht...

Man könnte auch die Jacke zuerst zusammennähen und dann die Kanten einfassen, dann sieht es evtl. noch sauberer aus. Die Teile habe ich mit der Overlock zusammengenäht, wenn Ihr die normale Nähmaschine verwendet, bitte einen elastischen Stich (Zickzack o.ä.) verwenden. Dann noch zwei Knopflöcher an den Markierungen per Hand oder mit der Knopflochautomatik einnähen.


Druckknöpfe oder Snaps würden wahrscheinlich auch gehen, der Stoff ist recht fest und sollte das aushalten. Knöpfe nach Anleitung beziehen, falls Ihr solche verwendet, und fest (!) annähen. Fertig!


Übrigens liebe ich Tulpen. Schön, oder? Toll, dass endlich der Frühling da ist!


Für die Schnullerkette (eigentlich ist es eine Froschmäulchenrüsche) braucht Ihr einen Clip (gibt es bei www.schnullerkettenladen.de) und außerdem einen Rest Baumwollschnur o.ä. sowie ein Stück Stoffstreifen (ca. 3x die Länge der fertigen Kette, also ca. 80 cm). Stoffstreifen links auf links zusammennähen und wenden (dann habt Ihr quasi einen Schlauch), dann auseinanderbügeln.


Stoff in Falten legen wie oben, stecken und 2-3x steppen, da es sonst nicht halten wird. Rüschen oben zusammennähen.


An beiden Seiten eine Schlaufe einnähen und den Clip einhängen.


Sweet :-) Viel Spaß beim Nähen!

Dienstag, 18. März 2014

Schnell - bevor es richtig warm wird! Häkel-Stirnband

Der Winter ist ja nun fast rum, aber morgens kann es ja manchmal doch noch ein bisschen kühl um die Ohren werden. Ein schickes Stirnband kann man daher immer noch brauchen! Außerdem zerstört es die Haare nicht ganz so arg wie eine enganliegende Mütze.


Vielleicht erinnert Ihr Euch ja noch an meinen Loop-Schal im Häkel-Patentmuster? Hier findet Ihr auch die Video-Anleitung zu diesem Muster. Es ist so einfach und wirkungsvoll, dass ich es auch für das Stirnband verwendet habe.

Die Wolle ist von Schachenmayr (Extra Merino Big) in der Farbe 00139 (Bordeauxrot) und besteht zu 100% aus Schurwolle (das hat den unschlagbaren Vorteil gegenüber Synthetikgarnen, dass die Haare sich nicht elektrostatisch aufladen!). Man braucht etwas mehr als ein Knäuel (vielleicht habt Ihr ja noch Wollreste?). Ich habe eine 6er Häkelnadel verwendet.

Für das Stirnband habe ich einfach zwei Rechtecke mit folgenden Maßen hergestellt:
56 cm x 9 cm (Bitte an Euren Kopfumfang anpassen)
15 cm x 3 cm


Das Stirnband wird mit einem einfachen Schlingstich verschlossen. Dann das Stirnband mit ein paar Stichen raffen und den Faden vernähen.



Die Naht kann man dann mit dem kleinen Band vorne unter der Raffung verstecken. Das kurze Band hinten mit ein paar Stichen fixieren, damit nichts verrutscht.


Bestimmt kann man es im März und April noch ein paar Mal tragen - und sonst: der nächste Herbst kommt mit Sicherheit...


Eine sonnige Restwoche und viele Grüße, Veronika

Samstag, 15. März 2014

Mantel fertig... und: Warum aus mir wohl nie ein Fashionblogger wird

Ich habe es ja schon versprochen, mal ein paar Fotos von meinem Oversize Mantel zu machen und dieses Wochenende war es dann so weit. Es stand also ein kleiner Ausflug in die Welt der Modebloggerinnen an.

"Da gibt es ja unzählige Mädels, die dauernd ihren neuesten Zara/H&M/sonstwo-Einkauf knipsen und Fotos davon hochladen. Fashionblogger nennen die sich dann."

Ja, das stimmt - das Internet ist gefühlt proppevoll von meist jüngeren Frauen, die ihre tollen Kleiderschränke in professionell anmutenden Bildstrecken präsentieren. Also Samstag morgens den Freund zum Fotografieren angestiftet, was Passendes zum Anziehen rausgesucht und ein bisschen hübschgemacht und ab vor die Tür zum Knipsen.

"Ja eben - da ist doch weiter echt nichts dabei!"


In der Realität sah das dann so aus: viel zu windig, blöde Lichtverhältnisse, kein passender Hintergrund, Passanten, die - wenn sie keinen schlagfertigen Kommentar rausbringen - zumindestens komisch gucken und allgemein wachsender Frust über suboptimale Bilder durch falsche Kameraeinstellungen (die aber erst nach 20 Bildern auffallen. Höhö).

"Okay, also ist das alles doch nicht so einfach, oder wie?"

Ja, denn nämlich alles, was wirklich gut und gleichzeitig mühelos und easy aussieht, ist in Wirklichkeit meistens harte Arbeit. Das gilt für den doppelten Rittberger im Eiskunstlauf wahrscheinlich genauso wie für Fashionfotografie. Deswegen - Respekt für die "echten" Fashionblogger, denn einfach was Nettes anziehen und auf den Auslöser drücken klappt unter Garantie nicht! Das stellen sich nur Laien so vor...

Eigentlich egal, was Ihr macht, wenn jemand Eure Arbeit unqualifiziert kommentiert, lasst das an Euch abprallen, denn Ihr wisst es besser!


Ein paar akzeptable Bilder waren dann aber doch noch dabei. Hier ist also das gute Stück und ich bin auch wirklich froh, dass er nun fertig ist, das Teil (insbesondere der Reverskragen) hat mich schon ein paar Nerven gekostet!


Übrigens ist der Mantel sehr gut geeignet, um darin einen Babybauch unterzubringen. Nur ist der natürlich irgendwie nicht im Schnittmuster vorgesehen, weshalb der Mantel nun vorn eine Falte wirft, die da eigentlich nicht hingehört (das Schnittmuster ist dieses hier aus der Burda 08/2012). Das Schnittmuster sieht übrigens keine Knöpfe, sondern Druckknöpfe vor, aber mit richtigen Knöpfen sitzt der Mantel einfach besser.


Keep on smiling :-) hattet Ihr schon mal ein ähnliches Aha-Erlebnis?

Montag, 3. März 2014

Black Sofa Makeover

Vielleicht liegt es am nahenden Frühling, vielleicht auch am Nestbautrieb (...), jedenfalls stapeln sich daheim die Wohnzeitschriften. Meine liebsten sind hier übrigens die Wohnidee und das Couch Mag (die Möbel aus der Schöner Wohnen sprengen leider fast immer mein Budget). Außerdem bin ich quasi ständig bei Pinterest auf der Suche nach Ideen, aktuell für unser Wohnzimmer.

Das Problem hier: eine schwarze Ledercouch (die 80er lassen grüßen). Sie ist eigentlich noch ganz gut in Schuss und außerdem ist dunkles Leder ja sooo praktisch und macht quasi alles mit (...). Deswegen will ich sie eigentlich noch behalten und lieber drum herum ein bisschen für Frische sorgen und der Ledercouch so vielleicht auch was von ihrer Schwere nehmen. Bei diesen Beispielen bin ich jedenfalls schon mal ganz optimistisch, dass das was werden kann.

Ich werde mich jetzt mal auf die Suche nach hellen Kissenhüllen und einem neuen Teppich machen. Vom Ergebnis gibt es dann auf jeden Fall Fotos!

(In diesem Beitrag waren übrigens zwei mehr oder weniger dezente Hinweise darauf versteckt, was sich bei uns demnächst - genauer gesagt im Juni - so tut. Ich sag nur: Familiensituation. Hihi.)

The fasion medley via Pinterest
Justthedesign.com via Pinterest



Veneerdesigns.com via Pinterest

Montag, 24. Februar 2014

Endspurt für meinen Oversize Mantel...

Ich hoffe, Ihr hattet ein tolles Wochenende. Ich habe meins zu großen Teilen an der Nähmaschine verbracht. Das kann ganz schön sein, aber es kann auch sehr nerven. Momentan bin ich nämlich (immer noch) dabei, mir einen neuen Mantel (Oversize... Egg-Shape... flauschiger Wollstoff... ich glaube, der wird toll!) zu machen. Manchmal bilde ich mir so ein Großprojekt ein, kaufe den Stoff dafür und dann... dann liegt es erstmal rum. Aber Möglichkeit sollte der Mantel ja auch noch fertig werden, bevor es zu warm dafür wird.


Deswegen war ich dann auch schwer beschäftigt mit so erfreulichen Dingen wie Revers und Ärmel einsetzen. Bei der Gelegenheit habe ich mir übrigens auch mal wieder vorgenommen, künftig nur noch Schnittmuster in "sehr leicht" und "leicht" herunterzuladen. Für alles andere muss man entweder schon sehr gut nähen können oder eine Tendenz zur Selbstkasteiung haben und bereit sein, dann auch mal eine oder zwei Stündchen an so einem Detail herumzutüfteln. Sehr froh war ich auch über mein Burda Nähbuch, denn nur mit diesen Anleitungen, die beim Schnitt dabei sind, ist sowas einfach nicht zu machen.

Jedenfalls hoffe ich, dass ich diese Woche das Futter schaffe (noch so ein Detail) und dann wird ein Fotoshoot gemacht! Danach kann ich dann mal wieder an was anderes denken :)

Euch eine schöne Woche!