Donnerstag, 30. April 2015

DIY Kabelrolle - Kabelsalat vermeiden

Heutzutage schleppt ja jeder eine mehr oder weniger große Anzahl an Gadgets mit sich herum, die auch alle ständig mit Strom versorgt werden wollen. Wenn wir unterwegs sind, haben wir jedenfalls oft eine stattliche Sammlung diverser Ladekabel dabei (bis zu  8 Stück!!). Hier ein Vorschlag, um das Ganze mal ein bisschen übersichtlicher zu gestalten: eine schnell genähte Kabelrolle.

Ihr braucht:
  • zwei rechteckige Stoffstücke aus einem festeren Stoff, meiner ist von IKEA (Maße ca. die eines Din A4-Blattes, das hat für unsere Kabel gereicht)
  • ein Stück breites Gummiband
  • zwei kleinere Stücke Klettverschluss-Band
Stoff und Gummiband zuschneiden. Ich verwende immer gern einen Rollschneider, aber das muss natürlich nicht sein!



Stoff rechts auf rechts legen und das Gummiband mittig feststecken.



Stoffstücke schmalkantig zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Wenden, bügeln und die Öffnung schließen.


Gummiband an den entsprechenden Stellen feststeppe, außenherum habe ich die Rolle auch nochmal schmalkantig abgesteppt.


Abmessen und einzeichnen, wohin der Klettverschluss gehört (mit den Kabeln in der Rolle, denn sonst passt es nachher nicht). Klettverschlussteile annähen.


Nie mehr Kabelsalat in unter einer Stunde!!



Donnerstag, 4. September 2014

So sweet! Ein Mini-Dirndl für kleine Mädchen

Erinnert Ihr euch noch an meinen vorherigen Post zu den Baby-Klischees? Und so viel zu Nummer 4 - "du wirst zu nichts mehr kommen" - mit der Hilfe von babybegeisterten Großeltern schafft man es auch, noch was anderes zu machen (ohne wäre es wahrscheinlich tatsächlich schwierig geworden).


Nämlich dieses kleine Mädchen-Dirndl (bald ist ja hier auch wieder Wiesn-Zeit). An ein paar nützliche Details aus meinem Dirndlkurs konnte ich mich auch noch erinnern. Das Kinderdirndl-Schnittmuster ist von Burda, allerdings habe ich das Oberteil mit einem dünnen Baumwollstoff gefüttert und nicht mit Schrägstreifen eingefasst und der Rock ist in Falten gelegt und nicht gereiht, weil ich das einfach schöner finde. Der karierte Oberstoff- und der Schürzenstoff sind ebenfalls leicht waschbare Baumwolle. Für die Knopfloch-Automatik meiner W6 Wertarbeit - Nähmaschine war ich auch wieder mal sehr dankbar! Das klappt wirklich einwandfrei.


Der Zeitaufwand ist natürlich auch nicht so immens wie für ein Erwachsenen-Dirndl (die Stoffmassen sind einfach nicht so riesig und auf den Sitz des Oberteils kommt es ja auch noch nicht an, das ist bei meinem eigenen selbstgeschneiderten Dirndl eigentlich der größte Zeitaufwand gewesen). 


Insgesamt hat es richtig viel Spaß gemacht, mal eine "Mini-Version" zu schneidern!

Samstag, 30. August 2014

Wahnsinnig anstrengend und wahnsinnig schön... die erste Zeit als Mama

Langsam kehrt bei uns wieder der Alltag ein, das Töchterchen ist nun schon ganze elf Wochen alt. Zeit also, die ersten Monate zu rekapitulieren (keine Angst, das wird jetzt kein Mama-Blog...).


Über das Klischee der gestressten Jung-Mama lächelt man ja auch gern mal. Oft bekommt man auch zu hören, dass die erste Zeit eh die Hölle ist und dass das Mama-Dasein ein 24h-Powerjob sei. Dazu kann ich aus meiner bisherigen Erfahrung nur sagen: Jein! Diese Fragen, Vorurteile und Meinungen habe ich teilweise auch selbst gepflegt - und was aus heutiger Sicht tatsächlich dran ist:

1. "Warum nur kaufen diese Muttis immer so viel beim DM ein?": Das habe ich mich noch während der späten Schwangerschaft wirklich gefragt. Aber nun bin ich aufgeklärt, denn ich gehe geschätzt jeden zweiten Tag zum DM - allein schon wegen der Windeln. 5-6 am Tag braucht man eben und die Packungen halten dann auch gar nicht so lang. Wenn man sich die Wohnung nicht mit Pampers zustapeln will, dann geht man eben öfters hin. Und außerdem braucht man ja auch noch Feuchttücher, Kosmetiktücher, später auch Bio-Knabberzeugs, Fläschchenkram und den schicken Nagellack, den man sich dann später hastig draufpinselt. Dazu noch ein bisschen Nervenfutter in Form von Bio-Schoki schadet auch nicht.

2. "Muttis kleiden sich ja eher praktisch": Jaja, eins der meistbemühten Klischees über "junge Mütter". Schon klar, der Babystress, die restlichen Schwangerschaftspfunde, da gerät das Aussehen gern mal ins Hintertreffen. Wahr ist leider: Nicht immer kann man gerade die zehn Minuten abpassen, in denen nicht das Baby oder Nebensächlichkeiten wie Essen, Duschen und das Beseitigen des allergröbsten Chaos rufen. Mal schnell in der gemütlichen Hose zum Bäcker spazieren oder ungeschminkt zum Einkaufen gehen, kann man aber auch manchmal als Privileg sehen! Wichtig sind da Dinge, die im Alltag nicht viel Arbeit machen, aber zum guten Selbstbewusstsein doch wesentlich beitragen können (ein guter Haarschnitt, eine schicke Sonnenbrille oder hübsch lackierte Zehennägel können schon viel fürs Selbstbewusstsein tun).

3. "Ihr braucht mit Kindern unbedingt ein größeres Auto, in Eures passt doch nichts rein": Das haben wir nicht zu hören bekommen, denn in der Innenstadt braucht man eh nicht unbedingt ein Auto. Aber wWer kennt nicht die Beispiele aus dem Freundeskreis, wo noch kurz vor dem Entbindungstermin schnell eine Riesenkiste eines namhaften deutschen Herstellers geordert wird, gern nach dem Motto: "Unter Audi A6 oder 5er BMW brauchst du da gar nicht anfangen!". Wahr ist leider: Mit der Babywanne, dem Maxi-Cosi bzw. Kindersitz und dem Fahrgestell eines üblichen Kinderwagens ist ein durchschnittliches Auto so ziemlich voll. Später wird das allerdings anscheinend auch wieder besser, wenn die Kleinen im Faltbuggy fahren oder schon kurze Strecken laufen können.

4. "Du hast erstmal für nichts anderes mehr Zeit": Ja, den Eindruck kriegt man gern mal, wenn man erfahrenen Eltern lauscht. Das stimmt auch, klar ist vor allem so ein kleines Baby zeitintensiv und man möchte ja auch gern viel Zeit mit ihnen verbringen! Wahr ist aber auch, dass vor allem die ganz Kleinen noch recht viel schlafen müssen. In der Zeit kann man dann schon was anderes erledigen. Man wird selbst auch effizienter und schaut weniger auf unwichtige Details. Schön bei einer Tasse Kaffee trödeln und Zeitung lesen ist aber nicht mehr so oft drin...

5. "Schlaf doch einfach, wenn das Baby schläft": Schlaf ist schon eines der wichtigsten Themen für junge Eltern und damit, dass der Nachtschlaf einfach nicht mehr die gleiche Qualität hat wie vorher, muss man sich auch erstmal abfinden. Ein so naheliegender und einfacher Ratschlag, dass die Mamas da nicht selbst drauf kommen, sich mit dem Baby hinzulegen? Leider schläft mein Baby auch mal gern nach dem Frühstück wieder ein, wenn ich selbst eigentlich den Tag starten könnte. Oder im Kinderwagen. Oder im Café. Oder im Auto. Da kann ich selbst leider schlecht die Augen zumachen... (wir versuchen aber derzeit weiterhin, einen Mittagsschlaf zu etablieren). 

Viele andere Baby-Klischees werden übrigens in diesem Buch behandelt: Schreien stärkt die Lungen und 99 andere Eltern-Irrtümer. Wir haben ja über die erste Zeit auch wieder einiges an Ratgebern gewälzt, aber dieser war uns eigentlich der hilfreichste und hat erheblich zu einem entspannteren Umgang mit vielen Themen beigetragen. Ich bin ja jedenfalls mal gespannt, wie das Baby-Abenteuer weitergeht. Anscheinend ist ja auch die Zeit des Zahnens, des Brei-Fütterns, des Laufenlernens und eigentlich überhaupt immer bis 18 und drüber hinaus nicht ohne...puuh, da kommt noch was auf uns zu!

Montag, 14. Juli 2014

DIY Leder Falt-Clutch mit Magnetverschluss


Die Auswahl einer passenden Handtasche kann ja schon in ein kleines Drama ausarten: Hat man Kleid und Schuhe glücklich ausgewählt, so kann man sich fast sicher sein, dass die Tasche dann umso schwerer zu finden sein wird (umgekehrt natürlich: hat man Tasche und Kleid, so findet man keine passenden Schuhe. Hach ja...). Und wenn man wie ich Kunstleder nicht mag, dann wird es auch preislich schnell recht anspruchsvoll...



Da hat man dann zwei Möglichkeiten: Entweder man bestellt sich eine wunderschöne und toll verarbeitete Clutch bei Franziska Klee in Wunschfarbe (für die Nichtnäher unter Euch) - oder man versucht sich selbst mal daran, eine Clutch zu nähen. Ein paar Tricks zum Verarbeiten von Leder habe ich ja bereits in diesem Tutorial für eine Ledertasche mit Fransenanhänger schon mal verraten. Die heutige Variante hat anstatt des Reissverschlusses einen Magnetverschluss und besteht aus weichem Leder in zwei verschiedenen Farben.



Das Leder habe ich bei Leder Baumann in München gekauft, ebenso wie die Magnetverschlüsse. Ähnliche einnähbare Magnetverschlüsse findet Ihr hier bei Dawanda. Sonst benötigt Ihr noch farblich passendes Nähgarn, Stoff für das Futter und eventuell Ledernähnadeln (sind aber nicht unbedingt notwendig, wenn das Leder nicht zu dick ist) sowie Textilkleber.



Für das "Schnittmuster" dieser mittelgroßen Clutch (ist natürlich beliebig anpassbar) habe ich ein Din A 4 Blatt oben ca. 5 cm abgeknickt und somit ein großes und ein kleines Rechteck abgeteilt. Das ist die Größe der gefalteten Clutch. Man benötigt also:
- 2 x das große Rechteck aus dem Futterstoff
- 2 x Din A 4 Stück aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (außen)
- 2 x das kleine Rechteck, ebenfalls aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (Umschlag innen)

Dabei ca. 1,5 cm Nahtzugabe hinzugeben.



Das Rechteck, welches später den "Umschlag" macht, ist noch ca. 5 mm breiter als das andere, damit sich die Tasche beim Umschlagen nicht verzieht.Die Teile zusammennähen: erst die gleichfarbigen kleinen Rechtecke an die großen, dann die beiden unterschiedlich farbigen Teile zusammennähen.




Zum Anbringen des Magnetverschlusses: Tasche probehalber wenden und ausprobieren, wo die Magneten sitzen müssen, damit die Tasche gut schließt. Innen mit einem kleinen Leder-Rechteck einkleben und einige Stunden trocknen lassen.



Futter einnähen, dabei eine Wendeöffnung belassen. Tasche wenden und Öffnung von Hand zunähen.

 



Dienstag, 3. Juni 2014

Ein verstecktes Kleinod in München - der Rosengarten

Kein so ganz geheimer Tipp für einen entspannten Sommerabend ist ja bekanntlich der Münchner Flaucher gleich bei der Tierparkbrücke. In den wirklich heißen Nächten kommt hier richtige Volksfeststimmung auf: Grillfeuerschwaden ziehen über den weitläufigen Kiesstrand des Isarflussbetts, feuchtfröhliche Schlauchbootgesellschaften bahnen sich ihren Weg durchs kühle Nass und musikalisch wird alles neben der obligatorischen Lagerfeuergitarre auch schon mal von afrikanischen Trommelrhythmen untermalt.


Weniger bekannt ist der kleine Rosengarten, der sich ebenfalls in der Nähe des Isarufers etwas weiter flussabwärts Richtung Innenstadt befindet - ein idyllisches  Plätzchen mitten in der Stadt, das sich gut für ein Picknick im Grünen eignet und eigentlich nie überlaufen ist. Die Blütezeit der unzähligen Rosensorten hat auch gerade erst begonnen und neben vielen üppig blühenden Sorten gibt es auch einiges zu erschnuppern. Falls Ihr also mal zufällig hier vorbeikommt, schaut herein, es lohnt sich!






Rosengarten, Sachsenstraße 2 (Nähe Schyrenbad), U-Bahn Haltestelle Kolumbusplatz (U1,U2), Eintritt frei