Montag, 14. Juli 2014

DIY Leder Falt-Clutch mit Magnetverschluss


Die Auswahl einer passenden Handtasche kann ja schon in ein kleines Drama ausarten: Hat man Kleid und Schuhe glücklich ausgewählt, so kann man sich fast sicher sein, dass die Tasche dann umso schwerer zu finden sein wird (umgekehrt natürlich: hat man Tasche und Kleid, so findet man keine passenden Schuhe. Hach ja...). Und wenn man wie ich Kunstleder nicht mag, dann wird es auch preislich schnell recht anspruchsvoll...



Da hat man dann zwei Möglichkeiten: Entweder man bestellt sich eine wunderschöne und toll verarbeitete Clutch bei Franziska Klee in Wunschfarbe (für die Nichtnäher unter Euch) - oder man versucht sich selbst mal daran, eine Clutch zu nähen. Ein paar Tricks zum Verarbeiten von Leder habe ich ja bereits in diesem Tutorial für eine Ledertasche mit Fransenanhänger schon mal verraten. Die heutige Variante hat anstatt des Reissverschlusses einen Magnetverschluss und besteht aus weichem Leder in zwei verschiedenen Farben.



Das Leder habe ich bei Leder Baumann in München gekauft, ebenso wie die Magnetverschlüsse. Ähnliche einnähbare Magnetverschlüsse findet Ihr hier bei Dawanda. Sonst benötigt Ihr noch farblich passendes Nähgarn, Stoff für das Futter und eventuell Ledernähnadeln (sind aber nicht unbedingt notwendig, wenn das Leder nicht zu dick ist) sowie Textilkleber.



Für das "Schnittmuster" dieser mittelgroßen Clutch (ist natürlich beliebig anpassbar) habe ich ein Din A 4 Blatt oben ca. 5 cm abgeknickt und somit ein großes und ein kleines Rechteck abgeteilt. Das ist die Größe der gefalteten Clutch. Man benötigt also:
- 2 x das große Rechteck aus dem Futterstoff
- 2 x Din A 4 Stück aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (außen)
- 2 x das kleine Rechteck, ebenfalls aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (Umschlag innen)

Dabei ca. 1,5 cm Nahtzugabe hinzugeben.



Das Rechteck, welches später den "Umschlag" macht, ist noch ca. 5 mm breiter als das andere, damit sich die Tasche beim Umschlagen nicht verzieht.Die Teile zusammennähen: erst die gleichfarbigen kleinen Rechtecke an die großen, dann die beiden unterschiedlich farbigen Teile zusammennähen.




Zum Anbringen des Magnetverschlusses: Tasche probehalber wenden und ausprobieren, wo die Magneten sitzen müssen, damit die Tasche gut schließt. Innen mit einem kleinen Leder-Rechteck einkleben und einige Stunden trocknen lassen.



Futter einnähen, dabei eine Wendeöffnung belassen. Tasche wenden und Öffnung von Hand zunähen.

 



Dienstag, 3. Juni 2014

Ein verstecktes Kleinod in München - der Rosengarten

Kein so ganz geheimer Tipp für einen entspannten Sommerabend ist ja bekanntlich der Münchner Flaucher gleich bei der Tierparkbrücke. In den wirklich heißen Nächten kommt hier richtige Volksfeststimmung auf: Grillfeuerschwaden ziehen über den weitläufigen Kiesstrand des Isarflussbetts, feuchtfröhliche Schlauchbootgesellschaften bahnen sich ihren Weg durchs kühle Nass und musikalisch wird alles neben der obligatorischen Lagerfeuergitarre auch schon mal von afrikanischen Trommelrhythmen untermalt.


Weniger bekannt ist der kleine Rosengarten, der sich ebenfalls in der Nähe des Isarufers etwas weiter flussabwärts Richtung Innenstadt befindet - ein idyllisches  Plätzchen mitten in der Stadt, das sich gut für ein Picknick im Grünen eignet und eigentlich nie überlaufen ist. Die Blütezeit der unzähligen Rosensorten hat auch gerade erst begonnen und neben vielen üppig blühenden Sorten gibt es auch einiges zu erschnuppern. Falls Ihr also mal zufällig hier vorbeikommt, schaut herein, es lohnt sich!






Rosengarten, Sachsenstraße 2 (Nähe Schyrenbad), U-Bahn Haltestelle Kolumbusplatz (U1,U2), Eintritt frei

Freitag, 30. Mai 2014

Babyausstattung: Unendliche Weiten... + supereasy Babydecken DIY

Das Thema Babyzeugs... vor einer Neu-Mama tun sich beim Durchblättern eines der üblichen Baby-Kataloge ja ganz neue Welten unverzichtbarer/total praktischer/einfach niedlicher Dinge auf. Windeleimer mit Raumfahrttechnologie, in denen das kleine Stinkpaket sicher in Plastik eingeschweißt wird, Baby-Badewannen mit Whirlpoolfunktion, Designer-Wickeltaschen (von den Kinderwägen fange ich gar nicht erst an, denn damit könnte ich einen eigenen Beitrag bestreiten)... Die Liste könnte man noch ewig weiterführen und das alles wird einem ja auch immer sehr unterschwellig mit Appell an das Elterngewissen verkauft (der beliebteste Spruch lautet dann gern: "Kinder kosten eben Geld...").

Man könnte jetzt natürlich sagen: "Aber deins ist doch noch gar nicht da, warts mal ab..." und hätte damit vielleicht nicht unrecht: Möglicherweise kann man uns auch in vier Wochen dabei beobachten, wie wir panikartig einen Babymarkt stürmen. Bis jetzt haben wir uns jedenfalls ziemlich zurückgehalten, einiges geschenkt bekommen, manches gebraucht gekauft und Mama hat auch all unsere kleinen Babysachen aufgehoben, was natürlich ein totaler Glücksfall ist (der Profi in diesem Bereich, meine Hebamme, hat mir dann auch noch eine schlaue Liste gegeben ähnlich dieser hier und mir versichert, dass "fürs Erste" alles da sei... Puhhh).


Was man anstatt all der vielleicht noch nützlichen Sachen aber sicherlich immer wirklich gut brauchen kann, ist eine kuschelige und gut waschbare Babydecke für den Kinderwagen, im Auto und einfach so zum Schmusen! Dieses Exemplar besteht aus Baumwollstoff und Öko-Teddyfleece, alles 100% Naturmaterialien und ist superfix genäht (Stoffe bitte in der Maschine vorwaschen, damit die Decke später in Form bleibt - der Teddystoff geht auch ziemlich ein, deshalb sollte man ca. 1m kaufen). Für den Baumwollstoff empfehlen sich helle Farben, sonst verfärbt sich die andere Seite eventuell beim Waschen.


Für die Decke habe ich zwei Quadrate (ca. 90x90 cm) zugeschnitten, links auf links (also die flauschige bzw. die bedruckte Seite innen) zusammengeheftet und mit der Overlock zusammengenäht und versäubert (wenn man keine hat, die Quadrate einzeln mit Zickzackstich versäubern und danach zusammensteppen). Beim Zusammennähen eine Wendeöffnung von ca. 15 cm belassen.




Decke wenden und die Kanten sauber bügeln, die Wendeöffnung von Hand mit dem Matratzenstich verschließen. Danach habe ich die Kanten nochmal im Geradstich schmalkantig gesteppt, damit sie sich nicht später verziehen.


Vielleicht sind ja ein paar Muttis in spe oder erfahrene Mamas unter Euch? Was empfehlt Ihr so für den Anfang - seid Ihr dem vollen Shopping-Rausch erlegen oder habt Ihr erstmal wenig gekauft?

Freitag, 23. Mai 2014

Trauringe DIY?? - ja, das geht wirklich...

JA - JA- JA - die Hochzeitssaison startet voll durch und vielleicht seid Ihr ja auf der einen oder anderen Feier eingeladen oder dürft Euch eventuell sogar selbst auf Euren großen Tag freuen? Wir haben den großen Schritt nun auch gewagt, allerdings im ganz kleinen Kreis vor dem Standesamt.

Wichtige Nebendarsteller sind dabei natürlich: Die Trauringe. Da gibt es unheimlich viel Auswahl in allen Preisklassen - vom Schnäppchen im Internet bis zum Nobeljuwelier mit den bekannten mintfarbenen Tütchen. Wem das alles irgendwie dennoch nicht so richtig zusagt, für den gibt es da aber auch noch eine andere Möglichkeit: Man kann nämlich bei manchen Goldschmieden die eigenen Ringe selbst entwerfen und schmieden.


Wir haben also flugs ein Beratungsgespräch mit dem sehr sympathischen Johannes von Goldhannes Workshop in München-Schwabing ausgemacht und er hat es auch prompt geschafft, uns davon zu überzeugen, dass wir das trotz nicht vorhandener Vorkenntnisse und linker Hände hinkriegen würden - und zwar mit einem sehenswerten Ergebnis!

... einer unserer beiden Arbeitsplätze für diesen Tag
Unsere Ringe sollten eher schlicht sein (da wir sichergehen wollten, dass sie uns noch lange gefallen), die Designmöglichkeiten sind aber prinzipiell unbegrenzt. Mehrfarbig, mit Steinen, mit Rillen und Gravuren... mit Johannes' Hilfe alles möglich. Als Material haben wir Roségold gewählt, das ist ein Goldton mit einer warmen Rosénote, allerdings nicht so kräftig wie bei Rotgold.

Das Goldblech wird durch Hämmern...
... und Biegen in Form gebracht.
Naja, noch keine ganz runde Sache.
Bei der Herstellung gibt es je nach Design auch verschiedene Möglichkeiten, man kann z.B. erst ein Wachsmodell anfertigen, welches dann gegossen wird, oder direkt den Ring aus einem Stück Golddraht fertigen (wir haben letzteres gemacht).

Feuer frei! Die Öffnung wird mit Goldlot verlötet und ist hinterher nicht mehr sichtbar
Super, es sieht aus wie ein Ring! Nur die Kanten sind noch ein bisschen scharf...
... deswegen wird nun gefeilt, was das Zeug hält.
Ein kritisch prüfender Blick...
(zwischendurch zaubert der Herr der Ringe auch mal einen leckeren Caffè)
... und weiterfeilen und polieren.

Nach diesem Bild folgten noch einige Runden in der Poliermaschine...

...damit wir an "unserem" Tag mit einem einzigartigen Ring richtig glänzen konnten!

Fazit: Natürlich kann man ähnliche Ringe wie unsere auch kaufen (man sieht unserem auch in keinster Weise an, dass sie selber geschmiedet sind, denn Johannes ist natürlich ein Meister seines Fachs und hätte uns nie mit einem krummen und schiefen Ring entlassen). Uns hat insbesondere der Tag in der Werkstatt zu zweit richtig viel Spaß gemacht und außerdem wissen wir immer, dass unsere Ringe trotz ihrer Schlichtheit einzigartig sind (Plus: Man kann überall eine originelle Geschichte zum Ring auftischen!).

Könntet Ihr Euch für Eure kommende Hochzeit oder auch im Nachhinein auch vorstellen, Eure Ringe selbst zu schmieden?

Dienstag, 20. Mai 2014

Mini Flower DIY - Blumenstrauß mal anders

Vor einigen Tagen bekam ich einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt. Nur leider hat nach ein paar Tagen das Grünzeug schlappgemacht und der Strauß sah nicht mehr ganz so frisch aus, war aber zum Wegwerfen trotzdem noch zu schade. Folgender kleiner Trick hilft hier: Die Blüten, die noch gut aussehen, einfach abschneiden und in verschiedenen kleinen Gläsern und Vasen (Teelichter, Weingläser, kleine Weinkaraffen o.ä. - schaut z.B. mal auf Flohmärkten) neu arrangieren. Durch das erneute Anschneiden halten die Blüten dann auch noch etwas länger.



Sieht doch sofort nach mehr aus - und lässt sich super als kleine Tischdeko verwenden!