Posts mit dem Label Sonstiges werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sonstiges werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 30. August 2014

Wahnsinnig anstrengend und wahnsinnig schön... die erste Zeit als Mama

Langsam kehrt bei uns wieder der Alltag ein, das Töchterchen ist nun schon ganze elf Wochen alt. Zeit also, die ersten Monate zu rekapitulieren (keine Angst, das wird jetzt kein Mama-Blog...).


Über das Klischee der gestressten Jung-Mama lächelt man ja auch gern mal. Oft bekommt man auch zu hören, dass die erste Zeit eh die Hölle ist und dass das Mama-Dasein ein 24h-Powerjob sei. Dazu kann ich aus meiner bisherigen Erfahrung nur sagen: Jein! Diese Fragen, Vorurteile und Meinungen habe ich teilweise auch selbst gepflegt - und was aus heutiger Sicht tatsächlich dran ist:

1. "Warum nur kaufen diese Muttis immer so viel beim DM ein?": Das habe ich mich noch während der späten Schwangerschaft wirklich gefragt. Aber nun bin ich aufgeklärt, denn ich gehe geschätzt jeden zweiten Tag zum DM - allein schon wegen der Windeln. 5-6 am Tag braucht man eben und die Packungen halten dann auch gar nicht so lang. Wenn man sich die Wohnung nicht mit Pampers zustapeln will, dann geht man eben öfters hin. Und außerdem braucht man ja auch noch Feuchttücher, Kosmetiktücher, später auch Bio-Knabberzeugs, Fläschchenkram und den schicken Nagellack, den man sich dann später hastig draufpinselt. Dazu noch ein bisschen Nervenfutter in Form von Bio-Schoki schadet auch nicht.

2. "Muttis kleiden sich ja eher praktisch": Jaja, eins der meistbemühten Klischees über "junge Mütter". Schon klar, der Babystress, die restlichen Schwangerschaftspfunde, da gerät das Aussehen gern mal ins Hintertreffen. Wahr ist leider: Nicht immer kann man gerade die zehn Minuten abpassen, in denen nicht das Baby oder Nebensächlichkeiten wie Essen, Duschen und das Beseitigen des allergröbsten Chaos rufen. Mal schnell in der gemütlichen Hose zum Bäcker spazieren oder ungeschminkt zum Einkaufen gehen, kann man aber auch manchmal als Privileg sehen! Wichtig sind da Dinge, die im Alltag nicht viel Arbeit machen, aber zum guten Selbstbewusstsein doch wesentlich beitragen können (ein guter Haarschnitt, eine schicke Sonnenbrille oder hübsch lackierte Zehennägel können schon viel fürs Selbstbewusstsein tun).

3. "Ihr braucht mit Kindern unbedingt ein größeres Auto, in Eures passt doch nichts rein": Das haben wir nicht zu hören bekommen, denn in der Innenstadt braucht man eh nicht unbedingt ein Auto. Aber wWer kennt nicht die Beispiele aus dem Freundeskreis, wo noch kurz vor dem Entbindungstermin schnell eine Riesenkiste eines namhaften deutschen Herstellers geordert wird, gern nach dem Motto: "Unter Audi A6 oder 5er BMW brauchst du da gar nicht anfangen!". Wahr ist leider: Mit der Babywanne, dem Maxi-Cosi bzw. Kindersitz und dem Fahrgestell eines üblichen Kinderwagens ist ein durchschnittliches Auto so ziemlich voll. Später wird das allerdings anscheinend auch wieder besser, wenn die Kleinen im Faltbuggy fahren oder schon kurze Strecken laufen können.

4. "Du hast erstmal für nichts anderes mehr Zeit": Ja, den Eindruck kriegt man gern mal, wenn man erfahrenen Eltern lauscht. Das stimmt auch, klar ist vor allem so ein kleines Baby zeitintensiv und man möchte ja auch gern viel Zeit mit ihnen verbringen! Wahr ist aber auch, dass vor allem die ganz Kleinen noch recht viel schlafen müssen. In der Zeit kann man dann schon was anderes erledigen. Man wird selbst auch effizienter und schaut weniger auf unwichtige Details. Schön bei einer Tasse Kaffee trödeln und Zeitung lesen ist aber nicht mehr so oft drin...

5. "Schlaf doch einfach, wenn das Baby schläft": Schlaf ist schon eines der wichtigsten Themen für junge Eltern und damit, dass der Nachtschlaf einfach nicht mehr die gleiche Qualität hat wie vorher, muss man sich auch erstmal abfinden. Ein so naheliegender und einfacher Ratschlag, dass die Mamas da nicht selbst drauf kommen, sich mit dem Baby hinzulegen? Leider schläft mein Baby auch mal gern nach dem Frühstück wieder ein, wenn ich selbst eigentlich den Tag starten könnte. Oder im Kinderwagen. Oder im Café. Oder im Auto. Da kann ich selbst leider schlecht die Augen zumachen... (wir versuchen aber derzeit weiterhin, einen Mittagsschlaf zu etablieren). 

Viele andere Baby-Klischees werden übrigens in diesem Buch behandelt: Schreien stärkt die Lungen und 99 andere Eltern-Irrtümer. Wir haben ja über die erste Zeit auch wieder einiges an Ratgebern gewälzt, aber dieser war uns eigentlich der hilfreichste und hat erheblich zu einem entspannteren Umgang mit vielen Themen beigetragen. Ich bin ja jedenfalls mal gespannt, wie das Baby-Abenteuer weitergeht. Anscheinend ist ja auch die Zeit des Zahnens, des Brei-Fütterns, des Laufenlernens und eigentlich überhaupt immer bis 18 und drüber hinaus nicht ohne...puuh, da kommt noch was auf uns zu!
Advertisement

Montag, 3. Februar 2014

Ein Moleskine-Notebook DIY zum Valentinstag + Gewinnspiel!

Wer liebt sie nicht, die praktischen Moleskine Notizbücher? Ob zum kreativen Skizzieren, Kritzeln, Festhalten flüchtiger Gedanken oder auch nur zum Notieren schnöder To Do- und Einkaufslisten. Passend zum nahen Valentinstag habe ich heute ein herziges DIY mit Moleskine für Euch, nämlich dieses tolle bestickte Büchlein - ein nettes kleines Geschenk für Euren Liebsten, die beste Freundin oder wen auch immer! Dafür könnt Ihr das das gleiche Moleskine Classic Notebook gewinnen und gleich selbst loslegen (mehr zum Gewinnspiel am Ende des Posts).


Dafür braucht Ihr:

Macht Euch eine Herzschablone (oder natürlich auch ein weniger Valentinstag-lastiges Motiv) und zeichnet die Umrisse auf der Innenseite des vorderen Deckels Eures Notizbuchs vor. 



Im Abstand von ca. 5 mm parallel auf beiden Seiten die Einstiche markieren. 


Stecht die Löcher mit der Ahle oder einem anderen spitzen Gegenstand vor. Mit dem Softcover Moleskine geht das eigentlich ganz einfach.


 Nun könnt Ihr das Motiv sticken.


Ich habe zuerst auf der einen Seite begonnen und diese so fertiggestellt: 


Danach habe ich auf der anderen Seite das Gleiche spiegelbildlich mit dem Stickgarn in Violett weitergemacht, damit ergibt sich ein ganz interessanter Farbeffekt!


Und das Beste ist: Ihr könnt dieses DIY bald auch selbst ausprobieren und dafür das gleiche Moleskine Notizbuch (unliniert, soft cover) gewinnen! Schreibt einfach einen kurzen Kommentar unter diesen Post und verratet, ob Ihr den Valentinstag feiert (oder ob Ihr ihn für eine überflüssige Idee von Blumenverkäufern und Pralinenfabrikanten haltet... Auf Eure Gewinnchancen hat das keinen Einfluss :-)). Sagt mir außerdem, ob Ihr meinem Blog schon bei Facebook oder Blogger folgt - dafür gibt es zwei Lose. Weiter brauche ich eine Kontaktmöglichkeit für den Fall, dass Ihr der glückliche Gewinner seid (Mailadresse, Blogger- oder FB-Account). Viel Erfolg! Das Gewinnspiel endet am 9. Februar 2014. 

PS: Falls Ihr etwas anderes aus dem Moleskine Shop bestellen wollt, gibt es mit dem Code MOL-FS kostenlosen Versand auf alle Bestellungen ab 10€.

*hier noch das Kleingedruckte: Ihr müsst über 18 Jahre alt sein, um teilnehmen zu können. Der Gewinner wird durch das Losverfahren ermittelt.
*dieser Post wurde mit freundlicher Unterstützung von Moleskine erstellt.
Advertisement

Donnerstag, 23. Januar 2014

Ein praktisches DIY! myBoshi/Häkelhelden Mützen winddicht machen

Bestimmt hat der eine oder die andere von Euch schon eine von diesen Häkelmützen Marke Häkelhelden oder myBoshi im Schrank (der unmöglich vorhersehbare Trend diesen Winter). Ich habe letztes Jahr auch zwei solche Mützen gemacht: eine aus feinerer Merinowolle und eine aus der typischen dicken Wolle.




Meistens sind diese Mützen ja aus Stäbchen oder halben Stäbchen gehäkelt und somit ist das Muster ziemlich grob bzw. hat kleine Löcher. Wenn jetzt also ordentlich der Wind pfeift, kann es trotz der dicken Wolle kalt um die Ohren werden! Um also immer einen warmen Kopf zu haben, habe ich einfach einen Streifen Windstopper-Fleece eingenäht. Viele Mützen, die man kaufen kann, haben innen auch so eine Einlage und ich finde auch, es ist angenehmer zu tragen. Ein Rest normales Fleece tut es aber bestimmt auch.


Dreht dafür die Mütze auf links, messt den Umfang und schneidet ein ca. 2 cm längeres und 10 cm breites Stück aus dem Fleece.


Steckt das Fleece auf der Innenseite fest. Die Enden werden etwas übereinander liegen. Wenn man die Mütze dann umdreht, kann der Stoff Falten werfen. Das gibt sich aber mit dem Nähen und außerdem soll er die Mütze ja nicht zu eng machen.


Ich habe das Fleece von Hand mit einem einfachen Schlingstich festgenäht. Was dann immer noch übersteht, einfach abschneiden und die beiden Enden zusammennähen.


 Und damit seid Ihr für jeden Wintersturm gerüstet!


Sonntag, 19. Januar 2014

DIY Pouf - stylishes und superpraktisches Sitzkissen!

Heute habe ich ein ganz großartiges Wohn-DIY für Euch, nämlich einen Pouf bzw. ein Sitzkissen zum Selbermachen. Und zwar mit einem abnehmbaren Bezug, falls er doch mal in die Wäsche muss. Die Poufs sieht man ja momentan in vielen Wohnzeitschriften und es ist ein echt praktisches und vielseitig verwendbares Teil, beispielsweise als Fußunterlage oder zusätzlicher Hocker. Als Stoff eignen sich feste Baumwollstoffe, beispielsweise Möbel-Bezugsstoffe oder ähnliches.


Material: 
  • 1m Außenstoff (ich habe "Fancywork" aus dem Stoffhaus Walter Kern verwendet, irgendwie bleibe ich immer bei diesen orientalischen bzw. Ethno-Mustern optisch hängen. Ein toller mittelfester, gewebter Baumwollstoff, gibt es auch in weiss-blau)
Sowie für das Innenleben: das ist davon abhängig, ob Ihr einen abnehmbaren Bezug wollt oder nicht.
  • Füllmaterial: Ich habe diese kleinen Styroporkügelchen (Sitzsackfüllung) verwendet. Sie passen sich toll der Form an, allerdings fliegen sie überall in der Wohnung herum, wenn man beim Befüllen nicht aufpasst. Sie rascheln außerdem beim Draufsetzen und der Sack ist recht fest. 
  • 1m Vlies, dicke Qualität (60g)
  • Endlos-Reissverschluss und Schieber (ca. 50 cm)

Dieses Material habe ich bei kissenwelt.de bestellt. Kosten gesamt: ca. 50 € (aber damit immer noch preiswerter als die meisten Sitzkissen, die man so kaufen kann. Einen Volumenrechner findet Ihr ebenfalls online.


Zeitaufwand: 
Das Ganze ist an sich schon eher ein Tagesprojekt. Von den Näh-Skills her müsst Ihr eigentlich nur geradeaus nähen können. trotzdem braucht man dafür ein bisschen Zeit.

TIPP: 
Wenn Ihr es einfacher und schneller (und auch günstiger) haben wollt, dann näht einen quadratischen Pouf, lasst den Innensack weg (dann braucht Ihr auch keinen Reissverschluss einnähen) und füllt ihn z.B. mit Stoffresten oder (gewaschener) Altkleidung. Als Bezug lässt sich z.B. auch ein (dünner) Läufer oder Teppich recyceln.

Zuschnitt:
Mein Pouf ist ca. 50 cm breit und 35 cm hoch, also schneidet zwei Kreise aus dem Stoff aus und gebt ca. 2 cm für die Nahtzugabe dazu. Bei 50 cm Durchmesser ist der Außenumfang gleich 157 cm. Ich habe an den beiden langen Seiten 2 cm und an der Innenseite 7 cm (sicherheitshalber) zugegeben.
Die Teile für den Innensack (aus Vlies) haben die gleichen Maße.
Für den Kreisdurchmesser habe ich mir so beholfen:


Beim Außenstoff sollten die Kanten mit Zickzackstich versäubert werden.


Für die äußere Hülle habe ich zunächst ein rundes Stoffteil (passend abschließend mit dem Muster) mit dem Rechteck zusammengesteckt und dann das Rechteck zusammengenäht, so dass es genau passt. 


Dann geht es an die Unterseite mit dem Reissverschluss: er lässt sich am besten einnähen (finde ich), wenn man ihn so vorbereitet.


Der Reissverschluss ist ca. 50 cm lang. Steckt ihn mit der Vorderseite auf und näht zunächst das kreisförmige Teil fest (da, wo kein Reissverschluss ist). Dann könnt Ihr den Reissverschluss (geschlossen) auf einer Seite festnähen. Auf der anderen Seite feststecken, Zipper leicht öffnen und mit dem Nähen beginnen, wenn Ihr beim Zipper angelangt seid, hebt Ihr das Füsschen und schließt ihn wieder. So können sich die Stoffteile nicht gegeneinander verschieben.



Der Zipper liegt schöner, wenn er von außen festgesteppt wird. Muss aber nicht sein.


 Näht den Innensack zusammen, und lasst an einer Seite eine Öffnung von ca. 20 cm zum Befüllen.


Zum Befüllen macht man den Sack am besten nur halbvoll, steckt ihn dann in die Hülle, befüllt ihn vollständig und näht ihn dann zu. Die Schaumstoffkügelchen-Füllung, die ich verwendet habe, kann mit der Zeit wohl noch nachgeben, daher habe ich eher etwas mehr davon verwendet.

Fertig ist das gemütliche Sitzkissen!



Dienstag, 24. Dezember 2013

Last Minute Geschenkeverpacken + Frohe Weihnachten!

Geschenke einpacken ist jedes Jahr an Weihnachten eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Baum gibt es bei uns keinen (aus Platz- und auch aus Faulheitsgründen), Plätzchenbacken ist an die Mama outgesourct - die ist eine wahre Perfektionistin und ihre Plätzchen sehen aus wie Pralinen! - deswegen überlasse ich das lieber hauptsächlich ihr, aber Geschenke dekorieren muss sein. In den letzten Jahren habe ich meistens gekauftes Papier verwendet und üppig mit Tannenzweigen und Kugeln dekoriert, diesmal ist es etwas schlichter mit DIY-Einwickelpapier aus braunem Packpapier ausgefallen.


Dazu habe ich Packpapier und ein einfaches grünes Geschenkpapier ohne Muster verwendet und mit einem Cutter und einer Pappschablone quasi halbierte Tannenbäume ins Papier geschnitten.


Das Packpapier habe ich dann mit dem grünen Papier hinterklebt und die ausgeschnittenen Bäumchen vorsichtig umgeknickt. Die "Schleife" ist aus Baker's Twine, die Geschenkanhänger habe ich selbst gemacht.
 


Euch allen schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage, wir sehen uns hoffentlich im neuen Jahr wieder!
Liebe Grüße, Veronika

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Mini DIY - Easy Gift Tags / Geschenkanhänger + Druckvorlage

In Sachen Weihnachtsstimmung ist bei mir daheim ja schon einiges geboten... ein bisschen dezente Deko und Weihnachtslieder rauf und runter (Dauerbrenner jedes Jahr: Der "Hawaiian Christmas Song" von Bing Crosby... Oldies but Goldies). Aber am meisten Spaß macht mir ehrlich gesagt ja das Geschenkeverpacken! Dafür habe ich heute schon mal ein paar Geschenkeanhänger gemacht.


Besonders leicht geht das natürlich mit einem Weihnachts-Motivlocher wie diesem von WEDO, den ich ausprobieren durfte (gibt es auch noch mit anderen Motiven). Ich habe so einen Locher noch nicht verwendet, es funktioniert bei normalem und etwas dickerem Papier sehr gut.


 Damit man das ausgestanzte Motiv auch schön sieht, habe ich es mit farbigem Tonpapier unterlegt und Baker's Twine von Garn und Mehr macht sich natürlich hier in Rot ganz besonders gut.

Falls Ihr Euch auch ein paar Anhänger machen wollt, habe ich für Euch eine Vorlage zum Ausdrucken hochgeladen. Einfach an den Linien ausschneiden bzw. falten, und Ihr könnt aus einem Din A4 Blatt gleich viele Anhänger auf einmal herstellen.


PS: Auf meinem Weihnachts-Pinterest-Board gibt es noch einige weitere Vorlagen zum Gratis-Ausdrucken sowie andere hübsche Weihnachtsinspirationen!

Sonntag, 8. Dezember 2013

DIY Umhängetasche mit Ethno-Muster und Lederhenkel

Voilà, heute bin ich richtig stolz, Euch meine neue Tasche zu präsentieren! Dazu muss ich sagen, diese Tasche ist schon eines meiner ambitionierteren DIYs und an sich ein Wochenendprojekt, für das man schon mit der Nähmaschine vertraut sein sollte. Aber es lohnt sich ja immer, die Zeit zu investieren und dann ein Einzelstück zu tragen, oder?! Sie ist aus einem unheimlich tollen Stoff (Ramin in ockergelb vom Stoffhaus Walter Kern, gibt es auch in Grün). Eigentlich ist das ein grob gewebter, fester Möbelstoff, aber deswegen eignet er sich auch sehr gut für die robuste Tasche.


Außerdem habe ich Lederhenkel und einen Metallreissverschluss verwendet, um einen farblichen Kontrast zu dem Senfgelb des Stoffes zu erzielen (und weil ich außerdem neuerdings gern mit Leder arbeite).




Das Material ist demzufolge nicht ganz billig, zusätzlich zu den Kosten für den Stoff (31 €/m) kommen noch Kosten für die Lederriemen (ca. 15 Euro für die Henkel und den Schulterriemen) und ca. 15 Euro für sonstiges Kleinzeug wie die D-Ringe, Karabinerhaken und Buchmacherschrauben für die Befestigung. Das habe ich alles in München bei Leder Baumann gekauft, aber es gibt Ähnliches auch bei Dawanda oder z.B. bei Modulor habe ich die Buchschrauben auch gesehen.

Hier also die Materialliste:
  • Oberstoff: 2 x 41 cm x 59 cm
  • Futterstoff: ebenfalls 2 x 41 cm x 59 cm sowie 2 x 24 x 59 cm für die Innentaschen
  • Einlage (Vlieseline/Gewebeeinlage zum Aufbügeln, stark da dieser Stoff sehr ausfranst): ca. 2 x 24 x 59 cm
Der Zuschnitt beinhaltet bereits eine Nahtzugabe von ca. 1,5 cm.
  • Reissverschluss 55 cm 
  • Lederriemen, ca 110 cm für den Schulterriemen und ca 120 cm für die Tragehenkel
  • Zwei D-Ringe
  • Zwei Karabinerhaken
  • Leder- oder Stoffrest für die Vorbereitung des Reissverschlusses
  • 8 kurze Buchschrauben und 4 etwas längere (5 mm und 10 mm, je nachdem wie dick das Leder ist) - Achtung, ist auf dem Bild unten nicht korrekt abgebildet, hier musste ich nachkaufen.


Hat man dann erstmal alles beisammen, geht es an den Zuschnitt (Angaben oben sind MIT Nahtzugabe von ca. 1,5 cm aber bitte prüft alles nochmal mit der Länge Eures Reissverschlusses, bevor Ihr es ausschneidet): Da es ein Musterstoff ist, braucht man für eine Tasche dieser Größe schon ca. einen Meter, um den Zuschnitt passend "im Muster" machen zu können, d.h. dieses Muster sollte auf beiden Seiten mittig liegen. 


Danach die Einlage auf den Oberstoff rückseitig oben aufbügeln und die Kanten unbedingt mit Zickzackstich  versäubern, da beide Stoffe (mein Futterstoff ist ein einfacher Baumwollstoff) sehr stark ausfransen.


Dann habe ich den Stoff für die Innentaschen auf das große Futterteil aufgenäht. Obere und untere Kante vorher umbügeln. Ich habe es ca. 10 cm von der Unterkante aus angenäht, da am Boden ja keine Tasche gebraucht wird. Ich habe pro Seite zwei einfache Steckfächer eingefügt.




Dann geht es an den Reissverschluss: hier habe ich zunächst die Schlaufen für die D-Ringe angebracht. Dazu habe ich zwei rechteckige Lederstücke in der Breite des Reissverschlusses und mit einer Länge von ca. 7 cm ausgeschnitten und als Schlaufe von Hand an den Reissverschluss angenäht.


Diese Rollschneider sind der Hammer! Wenn Ihr öfters was mit Leder macht, lohnt sich die Anschaffung. 


Ich habe die Schlaufen mit Textilkleber vorgeklebt, dann tut man sich beim Nähen etwas leichter. 


Löcher mit der Ahle vorstechen. 


Mit einem festen Leinenzwirn o.ä. festnähen. 



Weiter geht es mit dem Einnähen des Reissverschlusses. Hier habe ich ja manchmal meine Problemchen, aber mit einem Reissverschlussfuß ging es ganz easy. Bei meinem Tassel Clutch DIY habe ich schon mal gezeigt, wie der Reissverschluss eingenäht wird: Leder wäre in unserem Fall natürlich der Oberstoff. Wenn Euch der Zipper im Weg ist, schiebt Ihr ihn einfach vorsichtig bei versenkter Nadel am Nähmaschinenfuß vorbei.




Oben habe ich den Reissverschluss abgesteppt (das Futter dabei auf die andere Seite legen, d.h. es wird nur durch den Reissverschluss und durch das Futter genäht). Dann liegt er schöner und der Stoff kommt beim Öffnen des Verschlusses nicht in die Quere.


Dann habe ich die Henkel angebracht, damit man sie nicht innen im Futter sieht:  dafür aus einem dünnen Lederriemen zwei Stücke mit jeweils ca. 60 cm Länge abschneiden. Unten zwei Löcher mit einer Lochzange anbringen (wenn das Leder richtig dick ist ist das nicht ganz so einfach, aber es geht mit etwas Körpereinsatz :-)). Dann das Oberteil der Buchschraube durchstecken, das andere Ende durch den Oberstoff und das Gewinde mit Sekundenkleber sichern (s.u.), dann erst fest verschrauben, sonst könnte es sich lockern).


Weiter geht es mit der Innentasche: Zip öffnen (!). Futter verschließen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Aus dem Futter eine "Tüte" für den Boden formen und absteppen, die Tüte habe ich dann abgeschnitten (genauer ist das auch in diesem Kelim Taschen DIY erklärt). Danach habe ich die beiden Lederecken der Schlaufe am Zip nochmal innen angenäht, um zu verhindern, dass sie aus der fertigen Tasche rutschen (leider gibt es dazu kein Foto). Danach wird der den Außenstoff zugesteppt und ebenfalls die beiden Ecken mit einer Tüte in gleicher Größe fertiggestellt. Zum Schluss die Tasche wenden und die Wendeöffnung von Hand oder mit der Nähmaschine verschließen.


Der Umschlag des Lederriemens ist ca. 6 cm. Ebenfalls Löcher mit der Lochzange vorstanzen, die längeren Buchschrauben einsetzen und vor dem Verschrauben mit Klebstoff sichern. 


Das Wochenende ist rum, aber ich habe eine neue Tasche!! Ich finde, sie ist ein Traum!