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Donnerstag, 30. April 2015

DIY Kabelrolle - Kabelsalat vermeiden

Heutzutage schleppt ja jeder eine mehr oder weniger große Anzahl an Gadgets mit sich herum, die auch alle ständig mit Strom versorgt werden wollen. Wenn wir unterwegs sind, haben wir jedenfalls oft eine stattliche Sammlung diverser Ladekabel dabei (bis zu  8 Stück!!). Hier ein Vorschlag, um das Ganze mal ein bisschen übersichtlicher zu gestalten: eine schnell genähte Kabelrolle.

Ihr braucht:
  • zwei rechteckige Stoffstücke aus einem festeren Stoff, meiner ist von IKEA (Maße ca. die eines Din A4-Blattes, das hat für unsere Kabel gereicht)
  • ein Stück breites Gummiband
  • zwei kleinere Stücke Klettverschluss-Band
Stoff und Gummiband zuschneiden. Ich verwende immer gern einen Rollschneider, aber das muss natürlich nicht sein!



Stoff rechts auf rechts legen und das Gummiband mittig feststecken.



Stoffstücke schmalkantig zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Wenden, bügeln und die Öffnung schließen.


Gummiband an den entsprechenden Stellen feststeppe, außenherum habe ich die Rolle auch nochmal schmalkantig abgesteppt.


Abmessen und einzeichnen, wohin der Klettverschluss gehört (mit den Kabeln in der Rolle, denn sonst passt es nachher nicht). Klettverschlussteile annähen.


Nie mehr Kabelsalat in unter einer Stunde!!



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Montag, 14. Juli 2014

DIY Leder Falt-Clutch mit Magnetverschluss


Die Auswahl einer passenden Handtasche kann ja schon in ein kleines Drama ausarten: Hat man Kleid und Schuhe glücklich ausgewählt, so kann man sich fast sicher sein, dass die Tasche dann umso schwerer zu finden sein wird (umgekehrt natürlich: hat man Tasche und Kleid, so findet man keine passenden Schuhe. Hach ja...). Und wenn man wie ich Kunstleder nicht mag, dann wird es auch preislich schnell recht anspruchsvoll...



Da hat man dann zwei Möglichkeiten: Entweder man bestellt sich eine wunderschöne und toll verarbeitete Clutch bei Franziska Klee in Wunschfarbe (für die Nichtnäher unter Euch) - oder man versucht sich selbst mal daran, eine Clutch zu nähen. Ein paar Tricks zum Verarbeiten von Leder habe ich ja bereits in diesem Tutorial für eine Ledertasche mit Fransenanhänger schon mal verraten. Die heutige Variante hat anstatt des Reissverschlusses einen Magnetverschluss und besteht aus weichem Leder in zwei verschiedenen Farben.



Das Leder habe ich bei Leder Baumann in München gekauft, ebenso wie die Magnetverschlüsse. Ähnliche einnähbare Magnetverschlüsse findet Ihr hier bei Dawanda. Sonst benötigt Ihr noch farblich passendes Nähgarn, Stoff für das Futter und eventuell Ledernähnadeln (sind aber nicht unbedingt notwendig, wenn das Leder nicht zu dick ist) sowie Textilkleber.



Für das "Schnittmuster" dieser mittelgroßen Clutch (ist natürlich beliebig anpassbar) habe ich ein Din A 4 Blatt oben ca. 5 cm abgeknickt und somit ein großes und ein kleines Rechteck abgeteilt. Das ist die Größe der gefalteten Clutch. Man benötigt also:
- 2 x das große Rechteck aus dem Futterstoff
- 2 x Din A 4 Stück aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (außen)
- 2 x das kleine Rechteck, ebenfalls aus den zwei unterschiedlichen Ledersorten (Umschlag innen)

Dabei ca. 1,5 cm Nahtzugabe hinzugeben.



Das Rechteck, welches später den "Umschlag" macht, ist noch ca. 5 mm breiter als das andere, damit sich die Tasche beim Umschlagen nicht verzieht.Die Teile zusammennähen: erst die gleichfarbigen kleinen Rechtecke an die großen, dann die beiden unterschiedlich farbigen Teile zusammennähen.




Zum Anbringen des Magnetverschlusses: Tasche probehalber wenden und ausprobieren, wo die Magneten sitzen müssen, damit die Tasche gut schließt. Innen mit einem kleinen Leder-Rechteck einkleben und einige Stunden trocknen lassen.



Futter einnähen, dabei eine Wendeöffnung belassen. Tasche wenden und Öffnung von Hand zunähen.

 



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Sonntag, 8. Dezember 2013

DIY Umhängetasche mit Ethno-Muster und Lederhenkel

Voilà, heute bin ich richtig stolz, Euch meine neue Tasche zu präsentieren! Dazu muss ich sagen, diese Tasche ist schon eines meiner ambitionierteren DIYs und an sich ein Wochenendprojekt, für das man schon mit der Nähmaschine vertraut sein sollte. Aber es lohnt sich ja immer, die Zeit zu investieren und dann ein Einzelstück zu tragen, oder?! Sie ist aus einem unheimlich tollen Stoff (Ramin in ockergelb vom Stoffhaus Walter Kern, gibt es auch in Grün). Eigentlich ist das ein grob gewebter, fester Möbelstoff, aber deswegen eignet er sich auch sehr gut für die robuste Tasche.


Außerdem habe ich Lederhenkel und einen Metallreissverschluss verwendet, um einen farblichen Kontrast zu dem Senfgelb des Stoffes zu erzielen (und weil ich außerdem neuerdings gern mit Leder arbeite).




Das Material ist demzufolge nicht ganz billig, zusätzlich zu den Kosten für den Stoff (31 €/m) kommen noch Kosten für die Lederriemen (ca. 15 Euro für die Henkel und den Schulterriemen) und ca. 15 Euro für sonstiges Kleinzeug wie die D-Ringe, Karabinerhaken und Buchmacherschrauben für die Befestigung. Das habe ich alles in München bei Leder Baumann gekauft, aber es gibt Ähnliches auch bei Dawanda oder z.B. bei Modulor habe ich die Buchschrauben auch gesehen.

Hier also die Materialliste:
  • Oberstoff: 2 x 41 cm x 59 cm
  • Futterstoff: ebenfalls 2 x 41 cm x 59 cm sowie 2 x 24 x 59 cm für die Innentaschen
  • Einlage (Vlieseline/Gewebeeinlage zum Aufbügeln, stark da dieser Stoff sehr ausfranst): ca. 2 x 24 x 59 cm
Der Zuschnitt beinhaltet bereits eine Nahtzugabe von ca. 1,5 cm.
  • Reissverschluss 55 cm 
  • Lederriemen, ca 110 cm für den Schulterriemen und ca 120 cm für die Tragehenkel
  • Zwei D-Ringe
  • Zwei Karabinerhaken
  • Leder- oder Stoffrest für die Vorbereitung des Reissverschlusses
  • 8 kurze Buchschrauben und 4 etwas längere (5 mm und 10 mm, je nachdem wie dick das Leder ist) - Achtung, ist auf dem Bild unten nicht korrekt abgebildet, hier musste ich nachkaufen.


Hat man dann erstmal alles beisammen, geht es an den Zuschnitt (Angaben oben sind MIT Nahtzugabe von ca. 1,5 cm aber bitte prüft alles nochmal mit der Länge Eures Reissverschlusses, bevor Ihr es ausschneidet): Da es ein Musterstoff ist, braucht man für eine Tasche dieser Größe schon ca. einen Meter, um den Zuschnitt passend "im Muster" machen zu können, d.h. dieses Muster sollte auf beiden Seiten mittig liegen. 


Danach die Einlage auf den Oberstoff rückseitig oben aufbügeln und die Kanten unbedingt mit Zickzackstich  versäubern, da beide Stoffe (mein Futterstoff ist ein einfacher Baumwollstoff) sehr stark ausfransen.


Dann habe ich den Stoff für die Innentaschen auf das große Futterteil aufgenäht. Obere und untere Kante vorher umbügeln. Ich habe es ca. 10 cm von der Unterkante aus angenäht, da am Boden ja keine Tasche gebraucht wird. Ich habe pro Seite zwei einfache Steckfächer eingefügt.




Dann geht es an den Reissverschluss: hier habe ich zunächst die Schlaufen für die D-Ringe angebracht. Dazu habe ich zwei rechteckige Lederstücke in der Breite des Reissverschlusses und mit einer Länge von ca. 7 cm ausgeschnitten und als Schlaufe von Hand an den Reissverschluss angenäht.


Diese Rollschneider sind der Hammer! Wenn Ihr öfters was mit Leder macht, lohnt sich die Anschaffung. 


Ich habe die Schlaufen mit Textilkleber vorgeklebt, dann tut man sich beim Nähen etwas leichter. 


Löcher mit der Ahle vorstechen. 


Mit einem festen Leinenzwirn o.ä. festnähen. 



Weiter geht es mit dem Einnähen des Reissverschlusses. Hier habe ich ja manchmal meine Problemchen, aber mit einem Reissverschlussfuß ging es ganz easy. Bei meinem Tassel Clutch DIY habe ich schon mal gezeigt, wie der Reissverschluss eingenäht wird: Leder wäre in unserem Fall natürlich der Oberstoff. Wenn Euch der Zipper im Weg ist, schiebt Ihr ihn einfach vorsichtig bei versenkter Nadel am Nähmaschinenfuß vorbei.




Oben habe ich den Reissverschluss abgesteppt (das Futter dabei auf die andere Seite legen, d.h. es wird nur durch den Reissverschluss und durch das Futter genäht). Dann liegt er schöner und der Stoff kommt beim Öffnen des Verschlusses nicht in die Quere.


Dann habe ich die Henkel angebracht, damit man sie nicht innen im Futter sieht:  dafür aus einem dünnen Lederriemen zwei Stücke mit jeweils ca. 60 cm Länge abschneiden. Unten zwei Löcher mit einer Lochzange anbringen (wenn das Leder richtig dick ist ist das nicht ganz so einfach, aber es geht mit etwas Körpereinsatz :-)). Dann das Oberteil der Buchschraube durchstecken, das andere Ende durch den Oberstoff und das Gewinde mit Sekundenkleber sichern (s.u.), dann erst fest verschrauben, sonst könnte es sich lockern).


Weiter geht es mit der Innentasche: Zip öffnen (!). Futter verschließen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Aus dem Futter eine "Tüte" für den Boden formen und absteppen, die Tüte habe ich dann abgeschnitten (genauer ist das auch in diesem Kelim Taschen DIY erklärt). Danach habe ich die beiden Lederecken der Schlaufe am Zip nochmal innen angenäht, um zu verhindern, dass sie aus der fertigen Tasche rutschen (leider gibt es dazu kein Foto). Danach wird der den Außenstoff zugesteppt und ebenfalls die beiden Ecken mit einer Tüte in gleicher Größe fertiggestellt. Zum Schluss die Tasche wenden und die Wendeöffnung von Hand oder mit der Nähmaschine verschließen.


Der Umschlag des Lederriemens ist ca. 6 cm. Ebenfalls Löcher mit der Lochzange vorstanzen, die längeren Buchschrauben einsetzen und vor dem Verschrauben mit Klebstoff sichern. 


Das Wochenende ist rum, aber ich habe eine neue Tasche!! Ich finde, sie ist ein Traum!




Sonntag, 17. November 2013

DIY Saddlestitching first try - Leder Brillen Case

Jedes Jahr das gleiche Thema - für Frauen finden sich ja recht schnell Geschenke, aber was sollen denn der Liebste / Vater / Bruder bekommen? Mir ist da eingefallen, dass ein im Sattlerstich handgenähtes Brillenetui aus Leder vielleicht gut ankommen könnte und daran hab ich mich dann dieses Wochenende auch versucht (und ich meine versucht!).


Saddle stitch ist übrigens die gleiche Nähtechnik, in der auch teure Handtaschen und Lederwaren gefertigt werden. Siehe hier bei Hermès. Nunja, zur Perfektion ist es ja bekanntlich ein weiter Weg... (ich rede es mir gerne so schön: "das ist ja auch der Charme eines selbstgemachten Geschenks, oder?"). Aber vor dem Verschenken übe ich da vielleicht noch ein bisschen, wollte Euch aber trotzdem zeigen, wie ich es gemacht habe.


Wenn Ihr das auch mal ausprobieren wollt - Folgendes Werkzeug habe ich verwendet: zwei feste Nadeln (z.B. Sticknadeln) und eine Ahle. Mit dem Rollschneider lässt sich Leder besonders gut schneiden, mit der Schere geht es natürlich auch. Ich habe ein dünnes Leinengarn für die Naht verwendet (es ist zwar sehr reissfest, ich würde aber beim nächsten Mal lieber einen dickeren Faden verwenden, weil die Naht dann wahrscheinlich schöner wird).

Außerdem habe ich ein mittelfestes dunkelbraunes Leder verwendet. Das Etui ist natürlich nicht ganz hart und die Brille daher auch nicht hundertprozentig geschützt, aber für den Alltagsgebrauch oder die Lesebrille reicht es eigentlich aus.

Weiterhin braucht man noch eine Gabel und ein paar Wäscheklammern.


Zunächst mal habe ich die Größe abgemessen. Das Lederstück für mein Brillenetui ist ca. 16 cm lang, 14,5 cm breit und hat eine abgerundete Ecke.



Mal ausprobieren... passt rein. Für eine breite oder gebogene Sonnenbrille ist es wahrscheinlich zu klein, für eine normale Brille sollte es aber passen.


Das Schnittmuster habe ich mit ein paar Stückchen Tesa auf dem Leder fixiert und mit dem Rollschneider ausgeschnitten. 


Dann habe ich die zwei Hälften mit den Wäscheklammern aufeinandergeklemmt. Mit der Gabel habe ich die Löcher für die Naht durch Eindrücken im Leder vormarkiert, so hat man immer den gleichen Abstand. 



Dann habe ich die Löcher mit der Ahle durch beide Seiten vorgestanzt. 


Für das Nähen im Sattlerstich habe ich ein Stück Faden in ca. 4x der Länge der Seitennaht abgeschnitten und an beiden Enden eine Nadel eingefädelt. Ich habe am unteren Ende des Etuis mit dem Nähen begonnen.


Danach geht es quasi in Achtern durch die Löcher, immer abwechselnd. Siehe auch hier


Tja... so gehts weiter. Die Löcher musste ich ab und zu wieder mit der Ahle weiten, sonst wäre mir wahrscheinlich die Nadel abgebrochen. 


Am Ende habe ich noch drei Löcher wieder "zurück" genäht und den Knoten dann innen verschwinden lassen.

Wie gesagt, es ist von Perfektion noch weit entfernt, aber ich wollte unbedingt mal diese eigentlich recht einfache wirkende Handwerkstechnik ausprobieren und finde es auch toll, mit Leder zu arbeiten. Ich probiers eventuell lieber nochmal mit einem dickeren Faden für die Naht und vielleicht kann ich dann das nächste Exemplar ja dann verschenken. :)

Euch eine angenehme Woche und liebe Grüße, Veronika