Freitag, 30. Mai 2014

Babyausstattung: Unendliche Weiten... + supereasy Babydecken DIY

Das Thema Babyzeugs... vor einer Neu-Mama tun sich beim Durchblättern eines der üblichen Baby-Kataloge ja ganz neue Welten unverzichtbarer/total praktischer/einfach niedlicher Dinge auf. Windeleimer mit Raumfahrttechnologie, in denen das kleine Stinkpaket sicher in Plastik eingeschweißt wird, Baby-Badewannen mit Whirlpoolfunktion, Designer-Wickeltaschen (von den Kinderwägen fange ich gar nicht erst an, denn damit könnte ich einen eigenen Beitrag bestreiten)... Die Liste könnte man noch ewig weiterführen und das alles wird einem ja auch immer sehr unterschwellig mit Appell an das Elterngewissen verkauft (der beliebteste Spruch lautet dann gern: "Kinder kosten eben Geld...").

Man könnte jetzt natürlich sagen: "Aber deins ist doch noch gar nicht da, warts mal ab..." und hätte damit vielleicht nicht unrecht: Möglicherweise kann man uns auch in vier Wochen dabei beobachten, wie wir panikartig einen Babymarkt stürmen. Bis jetzt haben wir uns jedenfalls ziemlich zurückgehalten, einiges geschenkt bekommen, manches gebraucht gekauft und Mama hat auch all unsere kleinen Babysachen aufgehoben, was natürlich ein totaler Glücksfall ist (der Profi in diesem Bereich, meine Hebamme, hat mir dann auch noch eine schlaue Liste gegeben ähnlich dieser hier und mir versichert, dass "fürs Erste" alles da sei... Puhhh).


Was man anstatt all der vielleicht noch nützlichen Sachen aber sicherlich immer wirklich gut brauchen kann, ist eine kuschelige und gut waschbare Babydecke für den Kinderwagen, im Auto und einfach so zum Schmusen! Dieses Exemplar besteht aus Baumwollstoff und Öko-Teddyfleece, alles 100% Naturmaterialien und ist superfix genäht (Stoffe bitte in der Maschine vorwaschen, damit die Decke später in Form bleibt - der Teddystoff geht auch ziemlich ein, deshalb sollte man ca. 1m kaufen). Für den Baumwollstoff empfehlen sich helle Farben, sonst verfärbt sich die andere Seite eventuell beim Waschen.


Für die Decke habe ich zwei Quadrate (ca. 90x90 cm) zugeschnitten, links auf links (also die flauschige bzw. die bedruckte Seite innen) zusammengeheftet und mit der Overlock zusammengenäht und versäubert (wenn man keine hat, die Quadrate einzeln mit Zickzackstich versäubern und danach zusammensteppen). Beim Zusammennähen eine Wendeöffnung von ca. 15 cm belassen.




Decke wenden und die Kanten sauber bügeln, die Wendeöffnung von Hand mit dem Matratzenstich verschließen. Danach habe ich die Kanten nochmal im Geradstich schmalkantig gesteppt, damit sie sich nicht später verziehen.


Vielleicht sind ja ein paar Muttis in spe oder erfahrene Mamas unter Euch? Was empfehlt Ihr so für den Anfang - seid Ihr dem vollen Shopping-Rausch erlegen oder habt Ihr erstmal wenig gekauft?
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Freitag, 23. Mai 2014

Trauringe DIY?? - ja, das geht wirklich...

JA - JA- JA - die Hochzeitssaison startet voll durch und vielleicht seid Ihr ja auf der einen oder anderen Feier eingeladen oder dürft Euch eventuell sogar selbst auf Euren großen Tag freuen? Wir haben den großen Schritt nun auch gewagt, allerdings im ganz kleinen Kreis vor dem Standesamt.

Wichtige Nebendarsteller sind dabei natürlich: Die Trauringe. Da gibt es unheimlich viel Auswahl in allen Preisklassen - vom Schnäppchen im Internet bis zum Nobeljuwelier mit den bekannten mintfarbenen Tütchen. Wem das alles irgendwie dennoch nicht so richtig zusagt, für den gibt es da aber auch noch eine andere Möglichkeit: Man kann nämlich bei manchen Goldschmieden die eigenen Ringe selbst entwerfen und schmieden.


Wir haben also flugs ein Beratungsgespräch mit dem sehr sympathischen Johannes von Goldhannes Workshop in München-Schwabing ausgemacht und er hat es auch prompt geschafft, uns davon zu überzeugen, dass wir das trotz nicht vorhandener Vorkenntnisse und linker Hände hinkriegen würden - und zwar mit einem sehenswerten Ergebnis!

... einer unserer beiden Arbeitsplätze für diesen Tag
Unsere Ringe sollten eher schlicht sein (da wir sichergehen wollten, dass sie uns noch lange gefallen), die Designmöglichkeiten sind aber prinzipiell unbegrenzt. Mehrfarbig, mit Steinen, mit Rillen und Gravuren... mit Johannes' Hilfe alles möglich. Als Material haben wir Roségold gewählt, das ist ein Goldton mit einer warmen Rosénote, allerdings nicht so kräftig wie bei Rotgold.

Das Goldblech wird durch Hämmern...
... und Biegen in Form gebracht.
Naja, noch keine ganz runde Sache.
Bei der Herstellung gibt es je nach Design auch verschiedene Möglichkeiten, man kann z.B. erst ein Wachsmodell anfertigen, welches dann gegossen wird, oder direkt den Ring aus einem Stück Golddraht fertigen (wir haben letzteres gemacht).

Feuer frei! Die Öffnung wird mit Goldlot verlötet und ist hinterher nicht mehr sichtbar
Super, es sieht aus wie ein Ring! Nur die Kanten sind noch ein bisschen scharf...
... deswegen wird nun gefeilt, was das Zeug hält.
Ein kritisch prüfender Blick...
(zwischendurch zaubert der Herr der Ringe auch mal einen leckeren Caffè)
... und weiterfeilen und polieren.

Nach diesem Bild folgten noch einige Runden in der Poliermaschine...

...damit wir an "unserem" Tag mit einem einzigartigen Ring richtig glänzen konnten!

Fazit: Natürlich kann man ähnliche Ringe wie unsere auch kaufen (man sieht unserem auch in keinster Weise an, dass sie selber geschmiedet sind, denn Johannes ist natürlich ein Meister seines Fachs und hätte uns nie mit einem krummen und schiefen Ring entlassen). Uns hat insbesondere der Tag in der Werkstatt zu zweit richtig viel Spaß gemacht und außerdem wissen wir immer, dass unsere Ringe trotz ihrer Schlichtheit einzigartig sind (Plus: Man kann überall eine originelle Geschichte zum Ring auftischen!).

Könntet Ihr Euch für Eure kommende Hochzeit oder auch im Nachhinein auch vorstellen, Eure Ringe selbst zu schmieden?
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Dienstag, 20. Mai 2014

Mini Flower DIY - Blumenstrauß mal anders

Vor einigen Tagen bekam ich einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt. Nur leider hat nach ein paar Tagen das Grünzeug schlappgemacht und der Strauß sah nicht mehr ganz so frisch aus, war aber zum Wegwerfen trotzdem noch zu schade. Folgender kleiner Trick hilft hier: Die Blüten, die noch gut aussehen, einfach abschneiden und in verschiedenen kleinen Gläsern und Vasen (Teelichter, Weingläser, kleine Weinkaraffen o.ä. - schaut z.B. mal auf Flohmärkten) neu arrangieren. Durch das erneute Anschneiden halten die Blüten dann auch noch etwas länger.



Sieht doch sofort nach mehr aus - und lässt sich super als kleine Tischdeko verwenden!


Mittwoch, 7. Mai 2014

DIY Lederarmband - edel in Grau & Silber

Hello & welcome back! Heute habe ich ein super einfaches DIY für euch, das aber dennoch richtig was hermacht, auch als Geschenk - nämlich dieses wunderschöne Lederamband. Das Lederband hat eine ausgefallene Rochenleder-Prägung und ist sehr weich, es schmiegt sich daher hervorragend ums Handgelenk. Es gibt dieses Leder auch noch in vielen anderen tollen Farben, ich habe grau gewählt.


Weiterhin braucht Ihr folgendes Schmuckzubehör: zwei Endkappen in Silber, zwei Ringe und einen Karabinerverschluss.


Ich habe außerdem einige Perlen in Nietenoptik verwendet (passend für den Durchmesser des Lederbands von ca. 4mm). PS: bei endlessleather.com könnt Ihr auch bestellen, wenn Ihr keine Großhändler / Reseller seid!



An Werkzeug braucht Ihr eine Schmuckzange und Schmuckkleber.

Schneidet ein Stück des Lederbands ab (ich habe 0,5m bestellt und diese so gekürzt, dass es 4x um mein Handgelenk passt). Der Verschluss hat eine Länge von ca. 2 cm.


Fädelt die Perlen auf, wenn Ihr welche verwendet, und klebt die Endkappen mit einem Tropfen Schmuckkleber fest.


Ggf. zusätzlich die Kappe mit der Zange etwas zusammenquetschen. Mehrere Stunden aushärten lassen.


Karabiner mit Hilfe des Rings befestigen.


Das wars, nun könnt Ihr mit einem individuellen Schmuckstück glänzen!







Samstag, 29. März 2014

So sweet! Baby-Jäckchen und Schnullerkette - free pattern!

Was für die Kleinsten zu nähen macht ja auch wirklich Spaß! Dieses Jäckchen ist ca. Größe 62, also für ca. 3 Monate altes Babys. Beides zusammen ist auch ein sehr süßes Geschenk.


Ganz frischgeschlüpften Babys ist es zu groß, allerdings ist es immer noch winzig (wahrscheinlich wird meine Tochter es irgendwann in der Hand halten und nicht glauben können, dass sie mal so mini war)!


Verwendet habe ich dafür einen tollen Sweatshirt-Stoff in Khaki und einen kleingemusterten Baumwollstoff ("Everyday Eden Mint") für den Saumstreifen. Beides gibt es im Smilla Berlin Shop online zu kaufen, neben vielen anderen tollen Stoffen. Der Sweat-Stoff lässt sich sehr gut verarbeiten, auch für Anfänger, weil er schön liegt und wenig elastisch ist. Man benötigt etwas weniger als einen halben Meter. Für den Saum reicht ggf. auch ein Stoffrest. Außerdem habe ich beziehbare Knöpfe von PRYM verwendet.

Und hier findet Ihr das Schnittmuster für das Jäckchen. Es sollte ca. Größe 62 sein, passt also ungefähr Babys mit 3 Monaten. Bitte beachten, dass das alles sehr unterschiedlich ausfallen kann. Stoffe bitte vorwaschen, da sie durch den Baumwollanteil eingehen können. Das Schnittmuster ist sehr einfach und auch für Anfänger geeignet, die Details mit dem Schrägstreifen und Knopfloch sind etwas aufwändiger (ggf. an einem Stoffrest vorher ausprobieren oder Streifen weglassen und Druckknöpfe verwenden).

Zunächst Schnittmuster ausschneiden, auflegen und mit den angegebenen Nahtzugaben (diese sind im Schnittmuster enthalten) zuschneiden. Wenn Ihr Schrägstreifen verwenden wollt, bitte die Nahtzugaben wie angegeben machen, falls Euch das zu aufwändig ist (es kostet schon zusätzlich Zeit), dann bitte entsprechend mehr für den Saum zugeben.


Danach habe ich den Schrägstreifen hergestellt. Dazu habe ich diese Anleitung für Schrägband verwendet, die sehr gut nachvollziehbar ist. Man bekommt aus einem Stoffquadrat von ca. 0,5 x 0,5 m ca. 5 m Schrägband! Der Vorteil von diesem Band ist, dass es elastisch ist und sich gut in die "Kurven" der Jacke legen lässt. Für das Jäckchen allein braucht Ihr viel weniger, es reicht also eigentlich auch ein kleinerer Stoffrest.



Ich habe aber mehr hergestellt, man kann es ja vielleicht nochmal woanders brauchen (z.B. für die Schnullerkette). Verwendet habe ich dazu den Schrägbandformer von PRYM (1,8 mm Breite). Man zieht den Stoffstreifen (3,6 mm breit) einfach durch und bügelt ihn und erhält dann ein Schrägband von 1,8 mm Breite.


Ich habe dann zunächst die Kanten eingefasst und erst dann die Teile der Jacke aneinandergenäht. Dabei ist die Naht vorne nicht sichtbar, wenn man den Streifen zunächst auf der vorderen Seite (in der Falte) festnäht, den Streifen über die Kante klappt und dann nochmal von vorn zwischen Stoff und Schrägstreifen (hinten steht mehr über) steppt.


Keine sichtbare Naht...

Man könnte auch die Jacke zuerst zusammennähen und dann die Kanten einfassen, dann sieht es evtl. noch sauberer aus. Die Teile habe ich mit der Overlock zusammengenäht, wenn Ihr die normale Nähmaschine verwendet, bitte einen elastischen Stich (Zickzack o.ä.) verwenden. Dann noch zwei Knopflöcher an den Markierungen per Hand oder mit der Knopflochautomatik einnähen.


Druckknöpfe oder Snaps würden wahrscheinlich auch gehen, der Stoff ist recht fest und sollte das aushalten. Knöpfe nach Anleitung beziehen, falls Ihr solche verwendet, und fest (!) annähen. Fertig!


Übrigens liebe ich Tulpen. Schön, oder? Toll, dass endlich der Frühling da ist!


Für die Schnullerkette (eigentlich ist es eine Froschmäulchenrüsche) braucht Ihr einen Clip (gibt es bei www.schnullerkettenladen.de) und außerdem einen Rest Baumwollschnur o.ä. sowie ein Stück Stoffstreifen (ca. 3x die Länge der fertigen Kette, also ca. 80 cm). Stoffstreifen links auf links zusammennähen und wenden (dann habt Ihr quasi einen Schlauch), dann auseinanderbügeln.


Stoff in Falten legen wie oben, stecken und 2-3x steppen, da es sonst nicht halten wird. Rüschen oben zusammennähen.


An beiden Seiten eine Schlaufe einnähen und den Clip einhängen.


Sweet :-) Viel Spaß beim Nähen!
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